Spiel – August Stramm

gelesen von Peter Kempkes

Spiel – Gedicht von August Stramm (1874-1915)

Deine Finger perlen

Und

Kollern Stoßen Necken Schmeicheln

Quälen Sinnen Schläfern Beben

Wogen um mich.

Die Kette reißt!

Deine Finger perlen

Und

Kollern Stoßen Necken Schmeicheln

Quälen Sinnen Schläfern Beben

Wogen um mich.

Die Kette reißt!

Dein Körper wächst empor!

Durch Lampenschimmer sinken deine Augen

Und schlürfen mich

Und

Schlürfen schlürfen

Dämmern

Brausen!

Die Wände tauchen!

Raum!

Nur

Du!

 

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